Veranstaltungen 2000 - 2003

Auszüge aus dem Tätigkeitsbericht der DGVN Hamburg für den Berichtszeitraum 2002/03

Die Veranstaltungsreihe der DGVN Hamburg zu aktuellen weltpolitischen Themen wurde auch im Berichtszeitraum 2002/03 mit großem Erfolg fortgesetzt. Aus dieser Reihe sollen die nachfolgenden drei Veranstaltungen exemplarisch herausgestellt werden.

Anlässlich der unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stehenden Afghanistan-Konferenz lud die DGVN Hamburg am 10. Februar 2002 zu einer Abendveranstaltung mit dem Thema "Afghanistan und die Folgen – Die Vereinten Nationen vor neuen Herausforderungen" in das Gästehaus der Universität Hamburg ein. Über die Erfolgsaussichten der Konferenz und über die Frage, welchen Einfluss der weitere Verlauf des Anti-Terror-Krieges auf die Zukunft des Landes haben würde, referierten und diskutierten u.a. Prof. Dr. August Pradetto (Professor für Politikwissenschaft, Universität der Bundeswehr Hamburg), Prof. Dr. Thomas Bruha (Institut für Internationale Angelegenheiten), Friederike Bauer (Journalistin, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Dr. Hanna-Beate Schöpp-Schilling (UN-Committee on the Elimination of Discrimination against Women) sowie Aziz Panjshiri (Exil-Politiker aus Afghanistan). 


Auch im Berichtszeitraum 2002/03 war das Europa-Kolleg Hamburg für die DGVN ein ausgezeichneter Kooperationspartner. Auf Einladung beider Institutionen sprach am 6. Dezember 2002 in den Räumen des Europa-Kollegs Prof. Dr. Mohammed Arkoun (Universität Paris III) zu dem Thema "Islam, Europe and the West after September 11". Über seine Thesen diskutierten im Anschluss mit Mohammed Arkoun, dessen Anliegen es ist, den Islam differenziert wahrzunehmen und neben den fundamentalistischen auch seine liberalen und fortschrittlichen Strömungen zu würdigen, u.a. Prof. Dr. Udo Steinbach (Deutsches Orient-Institut) sowie Prof. Dr. Hans-Joachim Gießmann (Institut für Friedenforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg).

Aus aktuellem Anlass lud die DGVN Hamburg am 16. April 2003 gemeinsam mit Studierenden der Universität Hamburg zu einer moderierten Diskussionsveranstaltung in das Audimax der Universität ein. Diese stand unter dem Thema "Sieg der USA – Folgen für die Weltrechtsordnung?" Die Diskussion, an der u.a. Prof. Dr. Stefan Oeter (Institut für Internationale Angelegenheiten), Prof. Dr. Rainer Keller (Institut für Kriminalwissenschaften) sowie Prof. Dr. Thomas Bruha teilnahmen, beleuchtete die aktuellen Geschehnisse im Irak aus kriegsrechtlicher, völkerrechtlicher sowie völkerstrafrechtlicher Sicht.

Der „Tag der offenen Tür“ des Internationalen Seegerichtshofes am 14. September 2003 bot auch der DGVN Hamburg die Gelegenheit, sich in angemessenem Rahmen einer großen Zahl von Interessierten zu präsentieren. Daneben wurde mit Vertretern des ITLOS, des Bonner UNIC-Büros sowie des Hamburger UNESCO-Instituts eine engere Zusammenarbeit vereinbart. 


Auszüge aus dem Tätigkeitsbericht der DGVN Hamburg für den Berichtszeitraum 2000/01

Den thematischen Schwerpunkt bildeten im Berichtszeitraum 2000/2001 die Menschenrechte, die Gegenstand einer Veranstaltungsreihe waren.

Im Sommer 2000 referierten auf Einladung der DGVN Hamburg und der Katholischen Akademie Hamburg zu dem Thema "Menschenrechte versus Souveränität" u.a. Prof. Dr. Karl-Heinz-Ziegler ("Das Spannungsverhältnis zwischen universalen Menschenrechten und nationaler Souveränität - Ein historischer Abriss"), Prof. Dr. Thomas Bruha ("Menschenrechte und Souveränität: Grundsätzliche Fragen des aktuellen Völkerrechts") sowie der Direktor der Katholischen Akademie Hamburg, Dr. Günther Gorschenek. Die Beiträge der Referenten Ziegler und Bruha sind in der "Blauen Reihe" (Nr. 78) erschienen.

Der Deutschlandbesuch des früheren UNO-Generalsekretärs Boutros Boutros-Ghali war für Europa-Kolleg und die DGVN Anlass, ihn auch nach Hamburg einzuladen. Am 26. Oktober 2000 fand unter dem Titel "The Future of the United Nations in a Globalizing World" in den den Räumen des Europa-Kollegs eine Diskussion statt, an der zahlreiche Vertreter aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien sowie dem konsularischen Korps teilnahmen.

Im März 2001 lud die DGVN Hamburg in Kooperation mit der Akademie des Bistums Osnabrück zu einem 5-tägigen Auslandsseminar mit dem Titel "Menschenrechte und internationale Solidarität" nach Wien ein. Diese Studienfahrt, die den Teilnehmern Einblicke in die Tätigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen ermöglichte, richtete sich vornehmlich an Studierende mit besonderem Interesse an den Vereinten Nationen. Zugleich bot diese Reise die Gelegenheit, Vertreter der österreichischen Liga der Vereinten Nationen zu treffen, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen.

Anlässlich der philippinischen Menschenrechtserklärung vom Dezember 2000 luden am 5. Juli 2001 die DGVN Hamburg und die Katholische Akademie Hamburg erneut zu einem Politischen Forum zu dem Thema "Menschenrechtsimperialismus in Asien?" ein. Hierzu referierten und diskutierten u.a. Prof. Dr. Thomas Bruha, Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Dr. Martina Timmermann vom Institut für Asienkunde der Universität Hamburg ("Die Philippinische Erklärung der Menschenrechte - Antwort auf westlichen Werteimperialismus?"), Prof. Dr. Rainer Tetzlaff ("Das Spannungsverhältnis zwischen universalen Menschenrechten und asiatischen Werten - grundsätzliche Fragen") sowie Dr. habil. Gerhard Beestermöller. Die Beiträge der Referenten Timmermann und Tetzlaff sind in der "Blauen Reihe" (Nr. 85) erschienen.

Auf Einladung des DGVN-Landesverbands Baden-Württemberg nahmen Hamburger DGVN-Mitglieder vom 16.-19. September 2001 an einer Studienfahrt nach Genf teil und erhielten so einen interessanten Einblick in die Struktur und Arbeit der UNO und ihrer Sonderorganisationen.