Podiumsdiskussion: Die Darfur-Krise – Genozid auf Raten?
Unter dem Titel „Die Darfur-Krise – Genozid auf Raten?“ diskutierten am 17.04.07 vier namenhafte Experten im gut besuchten Agathe-Lasch-Hörsaal der Universität Hamburg über Ursachen, aktuelle Entwicklungen und eventuelle Lösungsansätze des Konfliktes in Darfur, Sudan. Auf Initiative der Hamburger DGVN, hatten sich John M. Koenig, Gesandter der US-Botschaft, Annette Weber von der Stiftung Wissenschaft und Politik aus Berlin, der Sprecher für Menschenrechte der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Strässer, sowie Oberstleutnant Manfred Ertl von der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg zusammengefunden; moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Cord Jakobeit von der Universität Hamburg.

Neben den von Frau Weber vorgetragenen Hintergrundinformationen über die politische und kulturelle Geschichte der Region waren es vor allem die geschilderten Eindrücke von Manfred Ertl, welche er auf zahlreichen Sudan-Inspektionsreisen im Auftrag des United Nations Department of Peacekeeping Operation sammelte, die dem Zuhörer fesselten und ihm ein tieferes Verständnis für den Konflikt vermittelten. Herr Strässer gab tiefgehende Einblicke auf die politische Ebene des Konflikts und vermittelte die Position der Bundesregierung. Der US-Gesandte Koenig veranschaulichte die Sichtweise der US-Regierung auf den Konflikt im Westsudan.
Durch die verschiedene Herangehensweise der Vortragenden an das Thema ergab sich insgesamt ein sehr interessanter und trotz der Dramatik des Themas auch unterhaltsames Gespräch.
